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Zukunftsweisende KI im Gesundheitssektor: Management von Lieferketten- und Lieferantenrisiken

Moderne KI-Modelle verändern die Cybersicherheit grundlegend. Diese neuen, umfangreichen Sprachmodelle (LLMs) können Schwachstellen in einem bisher unerreichten Tempo aufspüren und gefährden so Systeme und Daten.

 

Angesichts dieser neuen Modelle müssen sich Organisationen im Gesundheitswesen anpassen. Die grundlegenden Prinzipien der Cybersicherheit bleiben bestehen, doch alles verläuft deutlich schneller. Schwachstellenmanagement muss höchste Priorität haben. Das Einspielen von Patches und deren Funktionstüchtigkeit müssen unbedingt gewährleistet sein. Statt Wochen sollte dies innerhalb von Tagen, wenn nicht gar Stunden, geschehen.

Dies wird eine enorme Veränderung für Organisationen im Gesundheitswesen bedeuten, die mit eigenen Systemen und Anwendungen arbeiten. Die Zusammenarbeit mit Drittanbietern gestaltet sich jedoch deutlich komplexer. Zwar existieren bereits Verträge und Service-Level-Agreements, doch erfordern diese fortschrittlichen KI-Modelle Anpassungen, da sich das Bedrohungsmodell verändert.

Im Mittelpunkt dieses Beitrags steht die Frage, wie Organisationen im Gesundheitssektor im Umgang mit diesen neuartigen KI-Modellen mit ihren Lieferketten und externen Partnern zusammenarbeiten sollten. Dieser Beitrag soll ein dynamisches Dokument sein, das sich mit der Veröffentlichung weiterer neuartiger Modelle, der Weiterentwicklung der damit verbundenen Bedrohungen und der damit einhergehenden Anpassung der Best Practices und Empfehlungen weiterentwickelt.

Die zentralen Thesen:

  • Sich weiterentwickelndes Schwachstellenmanagement Die Geschwindigkeit, mit der moderne KI-Systeme Schwachstellen aufdecken, bedeutet, dass herkömmliche, mehrwöchige Behebungsfristen nicht mehr praktikabel sind. Einrichtungen im Gesundheitswesen müssen daher Bedrohungen innerhalb von Stunden oder Tagen begegnen.
  • Modernisierung von Drittparteienverträgen – Es ist unerlässlich, die Lieferantenverträge zu überprüfen, um schnellere Abhilfemaßnahmen durchzusetzen und mehr Transparenz hinsichtlich der Sicherheitspraktiken der Anbieter zu fordern, um den durch KI beschleunigten Risiken entgegenzuwirken.
  • Branchenweiter Wandel hin zur KI-gestützten Verteidigung – Laut Umfrageergebnissen erhöhen bereits rund 80 % der Health-ISAC-Mitglieder ihre Budgets für KI-gestützte Sicherheitslösungen oder scannen ihre Netzwerke proaktiv auf Schwachstellen.
  • Kontinuität im Gesundheitssektor gewährleisten Da Sicherheitslücken bei KI-gestützten Anbietern klinische Arbeitsabläufe lahmlegen können, müssen Organisationen umfassende Notfallstrategien entwickeln und ein vollständiges Verzeichnis der Drittanbietersoftware führen.
  • Vorbeugende Abwehrmaßnahmen – Stärkung der internen Position durch Erfassung aller externen digitalen Assets, Anwendung von Zero-Trust-Prinzipien und Förderung eines ständigen, transparenten Dialogs mit jedem Partner in der Lieferkette.